Bilder 2022
Übung zum Thema "Lebensrettende Sofortmassnahmen - Automatisierter externer Defibrillator" (BLS-AED)
Auch dieses Jahr wiederholte die Feuerwehr Aadorf das BLS-AED Schema. Auf 3 Tage verteilt repetierten die verschiedenen Züge und Abteilungen die Lebensrettenden Sofortmassnahmen.
Text und Bilder: Jeanine Zbinden
Grosse Einsatzübung gesamte Feuerwehr Aadorf
Retten, löschen, schützen, bergen - damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, sind regelmässige Übungen in der Feuerwehr Pflicht. Vor der Sommerpause stand die grosse Einsatzübung der freiwilligen Feuerwehr Aadorf auf dem Programm.
Mehr Infos dazu? Hier der Link.
Text: Patrizia Cassese / Fotos: Reto Flatz und Priska Keller
First Responder Weiterbildung
Einmal im Jahr besucht der Rettungsdienst Frauenfeld die First Responder Gruppe der Feuerwehr Aadorf für eine interne Weiterbildung. Auch dieses Jahr kam Barbara Schori, diesmal zusammen mit dem frisch ausgebildeten Rettungssanitäter Andi. Sie brachten 2 konkrete Fallbeispiele aus ihrer Praxis mit welche uns gefordert haben:
Fallbeispiel 1:
Was könnte der übergewichtige Patient mit dem Schmerz in der Brust haben? Einen Verdacht auf einen Herzinfarkt? Dazu passten aber nicht alle Symptome… Nach einiger Zeit wurde der Patient leblos und musste reanimiert werden. Diagnose: er hatte eine Lungenembolie, bei dem selbst der Rettungsdienst vor Ort nicht viel machen kann. Das sind - nebst dem Fachwissen - auch Themen welche an diesen Übungen angesprochen werden und sehr wichtig sind für die Ersthelfer.
Fallbeispiel 2:
Hier hatte sich der 5 jährige "Tim" verschluckt. Sein Lehrer betreute ihn. Weder ein klopfen auf die Schultern noch der Heimlichgriff halfen: Tim musste reanimiert werden. Wichtig dabei war, die neuen Richtlinien bei der Kinderreanimation anzuwenden. Da dieser Unfall zudem auf dem Pausenplatz geschah, galt es auch einen Sichtschutz und die vielen anderen Kinder zu denken.
Es wurden uns viele wertvolle Tipps seitens des Rettungsdienstes vermittelt, was sehr spannend und hilfreich war. Wie immer ging dieser Abend viel zu schnell vorbei. Einen grossen Dank geht an dieser Stelle an Barbara und Andi - wir freuen uns schon auf die nächste Übung!
Text und Bilder: Andrea Könitzer
Rettung aus Höhen und Tiefen
Für eine der fünf Übungen der Gruppe Absturzsicherung Feuerwehr Aadorf wird ein ganzer Tag eingeplant. Dies, weil der Aufbau und das Retablieren der verschiedenen Szenarien zeitaufwändig ist und so jeder Teilnehmer mindestens einmal jeden Posten ohne Zeitdruck konzentriert durcharbeiten kann.
An der Samstagsübung 2022 lautete das Thema «Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen» und als Übungsobjekt standen drei 24m hohe Futtersilos zur Verfügung.
Bei einem heiklen Ernstfall werden die Höhenretter von «Schutz und Rettung Zürich» aufgeboten - dank einem intensiven Ausbildungstag sind wir in der Feuerwehr Aadorf nun aber in der Lage, rasch zu handeln und die notwendigen Schritte vorzubereiten bevor die ausgebildeten Spezialisten auf Platz sind und die Rettungen durchführen.
Bevor es losging, wurde vom Chef der Gruppe Absturzsicherung, Ivo Schwager, noch einmal auf die Grundregeln aufmerksam gemacht. Vor Ort wurde ein Gefahreninventar (Liste möglicher Risiken) erstellt und dann konnte ausgerüstet werden.
Zum Aufwärmen wurde nochmals der Vorstieg geübt, danach eine Höhenrettung durchgeführt. Das Szenario war ein in der Aussenleiter verunfallter Arbeiter welcher heruntergelassen werden musste.
Nach der Mittagspause wurde mittels Flaschenzug die Rettung aus der Tiefe geübt. Da eines der Silos leer war, hatten wir die perfekte Übungsmöglichkeit. Noch bevor der Deckel geöffnet wurde, haben sich alle entsprechend gesichert - immer unter den wachsamen Augen vom Chef der Gruppe Absturzsicherung. Nun musste sich nur noch eine Figurantin abseilen und schon konnte die Rettung erfolgreich durchgeführt werden.
Um das Vertrauen ins Material noch zu stärken stand anschliessend noch das Abseilen auf dem Programm, bevor die spannende und lehrreiche Übung mit dem Retablieren zu Ende ging.
Ein grosses Dankeschön geht an dieser Stelle an die Eigentümer welche uns die 24 Meter hohen Silos zur Verfügung gestellt haben!
Text: Patrizia Cassese / Bilder: Gruppe Absturzsicherung FW Aadorf
Übungslöscher
Die Übungslöscher wurden für Schulungszwecke entwickelt. Sie werden mit einem Übungsschaum befüllt welcher dermatologisch getestet und biologisch abbaubar ist. Weil der Schaum speziell für Trainings entwickelt wurde, ist die Löschwirkung beschränkter als die eines gebräuchlichen Übungsschaums. Deswegen müssen die Teilnehmer die Löschtechnik besser beherrschen, bevor Ergebnisse sichtbar sind. Anbei ein paar Bilder der Übung zu dem Thema:
Brandcontainer
Im Februar gab es eine Atemschutz-Übung bei welcher das "Aufwärmen" wörtlich genommen werden konnte und es richtig heiss wurde - der Brandcontainer stand auf dem Programm!
Was bedeutet das?
Feuerwehren müssen so realistisch wie möglich für den Einsatz üben können. Ein mobiler Brandcontainer bietet ideale Voraussetzungen und machte es möglich, dass sämtliche Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Aadorf die Gelegenheit hatten, ein Training zu absolvieren. Der Container wird mit Gas betrieben und sowohl Temperatur als auch Gas (und somit das Feuer) werden permanent überwacht. Alles kann nach Belieben an- oder ausgeschaltet werden und das Erkennen des erfolgreichen Löschen des Brandherds erfolgt über einen Fühler, welcher die Temperatur am Feuer misst und bestimmt, wann ein Feuer als gelöscht gilt.
Wie ist das Vorgehen?
Bei der Übung werden die verschiedenen Rollen abwechslungsweise zugeteilt - es gibt Rohrführer, Unterstützung sowie Truppführer. Im Container werden verschiedenen Situationen simuliert: Gibt es Personen zu retten? Ist eine Abluftöffnung machbar? Hat es alternative Fluchtwege? Was gibt es sonst noch zu tun bevor der Brand mit Wasser gelöscht wird? Wichtig hierbei: solange es brennt, haben wir Licht. Wird Wasser abgegeben entsteht rasch extrem heisser Wasserdampf - er nimmt den Brandbekämpfern die Sicht, heizt auf und deshalb muss dieser möglichst rasch aus dem Raum geführt werden. Die Taktik ist bei der Feuerbekämpfung also entscheidend - Fehler können im Ernstfall schwerwiegende Folgen haben.
Auch das Teamwork ist entscheidend - wie arbeitet der Trupp im Team zusammen? Funktioniert die Kommunikation? Weiss jeder was wann wie zu tun ist?
Ziel einer solchen Übung ist es zudem, gerade für neuere Angehörige der Feuerwehr, Vertrauen ins Material zu bekommen. Was hält meine Uniform aus? Wann reagiert der Fühler des Atemschutzgeräts auf die Umgebungstemperatur? Sitzt die Atemschutzmaske und habe ich genug Atemluft?
Nun lassen wir gerne ein paar Bilder sprechen - der Löschangriff im Innenraum konnte aufgrund der Hitze fotografisch nicht festgehalten werden :-)
Text: Patrizia Cassese / Bilder: Patrizia Cassese und Pascal Büsser
Mayday! Mayday! Mayday! - Atemschutz-Notfall!
Bei jedem Einsatz unter Atemschutz stellt die Feuerwehr Aadorf einen Rettungstrupp bereit. Dieser Trupp besteht aus 3 Atemschutzgeräteträgern welche sich ausschliesslich für die mögliche Rettung eines Atemschutzgeräteträgers während eines Einsatzes bereit halten.
Wie siehst so ein Notfall aus?
Es gibt verschiedenen Szenarien - es kann z.B. zu einem Unfall kommen welcher verunmöglicht, dass der Kamerad selbständig wieder aus der Gefahrenzone kommt und auch sein Truppenkamerad ihn nicht retten kann.
Wie wird vorgegangen?
Als erstes wird durch das zweite Truppmitglied sofort die Notfallmeldung "Mayday, Mayday, Mayday" abgesetzt. Der bereitstehende Rettungstrupp folgt den Anweisungen des Einsatzleiters und macht sich nebst weiteren Mitteln mit der Rettungstasche, welche unter anderem eine Fluchthaube mit Atemluft beinhaltet, zum Verunfallten auf den Weg. Beim Unfallort angekommen hat jedes Mitglied des Rettungstrupp die vorgängig zugewiesene Rolle einzunehmen, z.B. darf der Truppführer das Truppmitglied des verunfallten Atemschutzgeräteträgers nicht vergessen - diese Person muss sofern möglich in die Aktivitäten eingebunden werden oder zumindest muss dafür gesorgt werden, dass sich diese Person nicht unbemerkt entfernt. Der verunfallte Kamerad wird von den anderen beiden Rettern falls nötig mit frischer Atemluft versorgt und muss dann so rasch als möglich, z.B. mittels mitgeführtem Schleifsack, nach draussen gebracht und dann der Sanität übergeben werden.
Das Szenario wird jedes Jahr immer wieder geübt um in einem Notfall gewappnet zu sein und mit der nötigen Ruhe und Sicherheit korrekt reagieren zu können! Speziell in diesem Jahr war, dass wir das Durchschneiden der Gurte an einem alten, ausgemusterten Atemschutzgerät üben durften. Das war eine einmalige Gelegenheit und wird sonst natürlich nur simuliert!
Text: Patrizia Cassese / Video: Michael Geisser / Bilder: Kevin Bürgin